Sehr geehrte Damen und Herren,
auf dem Nachhauseweg am Freitagabend, es war so gegen 23.30 Uhr, bummelten meine Frau und ich durch die Altstadt über den kleinen Markt nach Hause. – Was wir auf diesem Weg zu sehen bekamen, verschlug uns die Sprache. In der Altstadt gab es kaum ein Durchkommen. Überall waren nur dicht an dicht gedrängte Jugendliche. Stellenweise saßen ca. 13 – 15 jährige auf der Straße mit großen Schnaps- und Bierflaschen in der Hand, von denen sie auch reichlich Gebrauch machten. Keine Spur von Ordnungskräften, die u.a. Verstöße gegen das Jungendalkoholverbot kontrollierten sollten.-
Der Boden lag voll leerer Flaschen (zum Teil zerbrochen) und Essensschalen. Hierin sehen wir eine enorme Unfallgefall. Es ist nicht auszudenken was alles passieren könnte, wenn z.B. eine Person auf diesen Boden fällt. Von den Haftungsfragen der Stadt ganz zu schweigen.- Zwischen den Menschentrauben herrschte lautes Gegröle wie in einem Fußballstadion.
Auf dem kleinen Markt befanden sich zwar weniger, aber zum Teil noch deutlich jüngere Menschen. Sie hatten Bierkästen mit, aus denen Sie sich auch fleißig bedienten! Präventions-, Ordnungs- und Sicherheitsmaßnahmen von Seiten der Stadt auch hier Fehlanzeige! Die Krönung aber sahen wir vor Burger King. Noch nie haben wir soviel Schmutz, Essensreste und Essverpackung auf einem Haufen gesehen und niemand kümmert es! Nicht einmal Mülleimer, in denen die Leute ihren Abfall entsorgen können, gab es vor dem Schnellrestaurant. Kurzum es war entsetzlich und unserer schönen Stadt unwürdig. Traurig ist, dass dieses Schauspiel jedes Wochenende stattfindet. Dieses Phänomen betrifft nicht nur die Innenstadt. Auch der Stadtgartenpark von Saarlouis ist betroffen. Die Anwohner rings um diesen müssen jedes Wochenende unter Lärm, Schutz und einem schleichenden Unsicherheitsgefühl bis in die Morgenstunden leiden! Allgemein ist besonders auffällig, dass nirgends Polizei- oder Ordnungspersonal zu sehen war. Die Stadt Saarlouis darf vor diesen Problemen nicht die Augen verschließen.
Aus diesem Grunde fordern wir unsere Polizei und Stadtverwaltung hiermit auf:
1. Für mehr Sichtpräsenz der Polizei zu sorgen (auch und vor allem nachts und an Wochenenden).
2. Erhöhte Ausweiskontrollen der Polizei bei jugendlichen Trinkern mit Information an die Eltern und das Jugendamt. (Gerade diese Kontrollen müssen in einem bestimmten Rhythmus, insbesondere an Freitag und Samstagabenden durchzuführen).
3. Das Ordnungsamt der Stadt muss Verkäufern von Speisen auffordern, ausreichende Müllgefäße vor Ihren Geschäften aufzustellen.
4. Gastronomiebetreiber sollten verpflichtet werden, auf Sauberkeit auf den Flächen ihrer Läden zu achten und Missachtungen ggf. mit Busgeldern zu sanktionieren.
5. Insgesamt muss die Stadtverwaltung eindeutig mehr Müllgefäße aufstellen lassen. Deren Benutzung könnte man z.B. mit witzig gestalteten Mülltonnen (etwa mit „coolen Sprüchen“ darauf) fördern. Gleichzeitig sollte man „Schmutzfinken“, die ihren Müll wild entsorgen, mit Busgeldern ahnden
Parallel hierzu müssen die Bürger für dieses Thema wieder sensibilisiert werden. Damit jeder Bürger mithilft, unsere Stadt sauber zu halten, so dass Jugendliche lernen ihren Schmutz selbst zu beseitigen. Ferner könnte die von uns angeregte Aufstellung von Hundetoiletten dafür sorgen, dass Hundekot auf öffentlichen Gehflächen reduziert oder gar vermieden wird.
Es ist jedenfalls höchste Zeit, dass die Stadt jetzt handelt.
FDP Stadtverband Saarlouis
Wolfgang Krichel
Vorsitzender
Jörg Arweiler - FDP Saarlouis - 08.11.2008 - Download des Artikels (hier klicken)
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